Frugalismus – der Focus auf das was zählt!

Früher oder später kommt man an den Punkt, an dem man sich überlegt „Was zählt eigentlich im Leben“ oder „was zählt eigentlich für mich im Leben“ was ist mir wichtig? Frugalisten beschäftigen sich ganz bewusst mit diesem Thema und richten ihren Focus auf das was wirklich zählt.

Aufhäufendes Geld durch sparen und investieren.
Durch das Sparen und Investieren häuft sich immer mehr Geld an.

Normaler Lebensverlauf

Oftmals wenn man die Ausbildung oder das Studium hinter sich gebracht hat und das erste Geld in nennenswerter Höhe verdient hat, denkt man sich: „Ich will leben, feiern, Spaß haben. Was kostet die Welt? Ich kann es mir doch leisten.“ Zumindest geht es vielen so. Weiter geht es dann mit immer teurer werdenden Autos/Spielereien und immer kostspieligeren Urlauben. Bars und Restaurants sind gern besuchte Etablissements. Und hey, ich muss doch zeigen das ich einen guten Job habe, denn über Geld spricht man ja nicht!

Wenn man an dem Punkt angekommen ist und eine Familie gründen möchten sowie das eigene Kind das Licht der Welt erblickt, schwenken die Prioritäten erneut. Ein größeres Auto muss her, ist die Wohnung denn noch groß genug oder wollen wir nicht gleich ein Haus kaufen? Irgendwann in dieser Zeit erkennt man, das man sich über das zur Verfügung stehende Geld Gedanken machen muss, denn die anstehenden und zukünftigen Herausforderungen sind nicht unerheblich.

Erstmal bleibt einer der Eltern nach der Geburt des kleinen Wonneproppen zu Hause. Was anfänglich durch Elterngeld ganz gut abgefedert werden kann, wird nach dem Auslaufen des Elterngeldes schon schwieriger, aber nach 14 Monaten das Kind in die Kita geben? Nicht vor 3 Jahren!

Auch wenn für den Nachwuchs ein Platz in der Kita bereit steht muss dieser bezahlt werden und die Mama(oder auch der Vater) geht nur halbtags arbeiten. Gepaart mit dem Eigenheim bleibt dann nicht mehr viel übrig.

Spätestens jetzt beginnt man zu überlegen, wo das ganze Geld, was man die letzten Jahre verdient hat, hin ist. Und wieso man trotz höherer Ausgaben (Kind, Haus) und niedrigerem Einkommen (Halbtagsjob) über die Runden kommt. Hätte man nicht die letzten Jahre schon, zumindest ein klein wenig darauf achten können, wie viel man für was ausgibt? Aber wenn diese Erkenntnis erst mit 40+ kommt wird es mehr als eng!

Wie werde ich zu einem Frugalisten?

Hier setzen die Frugalisten an. Sie beginnen sich schon recht früh über ihr Leben und ihre Finanzen Gedanken zu machen. Schon nach der Ausbildung oder dem Studium fängt der vorbildliche Frugalist an, sich über sein Geld Gedanken zu machen. Man war es ja noch gewohnt, sich während des Studiums einzuschränken und wieso soll man eigentlich seine Ausgaben so sehr hochfahren, dass vom Gehalt wieder nichts übrig bleibt?

Das Ziel ist oftmals die Möglichkeit zu haben früher in Rente zu gehen, oder anders gesagt, nicht mehr von einem Job abhängig zu sein!

Fraglisten sind sparsam und genügsam. Dinge die man nicht wirklich braucht oder nicht oft braucht, sollte man einfach nicht kaufen oder sich leihen.

Spontankäufe vermeiden! Setzt dir eine Regel, sowas wie „warte 7 Tage“ und wenn du das Gerät dann immer noch willst kauf es dir. Das macht dir den Kauf viel bewusster und verhindert Dinge zu kaufen die man eigentlich gar nicht braucht.

Als Frugalist braucht man meist nicht mehr als 1.500€ im Monat. Auch zu zweit steigt der Betrag nicht auf 3.000€ sondern eher auf 2.000€, dann sind auch noch ein paar Kinder möglich ohne seine Finanzziele zu gefährden. Und so kann man mit guter Sparquote auch schon deutlich vor dem Regelrentenalter entscheiden ob man noch weiter arbeitet oder nicht.

Wer mit 25 Jahren anfängt und eine Spar-/Investitionsquote von 25% in z.B. ETF’s realisiert kann mit 48 Jahren aufhören zu arbeiten! Auf https://frugalisten.de/rechner/ kann man dies wunderbar nachrechnen, probiert es einmal aus!

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